Internationales Symposium zur Geistlichen Schriftauslegung

11.02.2022 um 09:30 Uhr bis 12.02.2022 um 12:00 Uhr

Internationales Symposium zur Geistlichen Schriftauslegung

Internationales Symposium zur Geistlichen Schriftauslegung: „Eigenmächtig ausgelegt oder vom Geist getragen (2 PETR 1,21F.)?” Standortbestimmung geistlicher Schriftauslegung

Geistliche Schriftauslegung galt im akademischen Bereich lange Zeit als suspekt, zumal im universitären Kontext. So blieb die Tradition der Geistlichen Schriftauslegung, die so alt ist wie das Christentum bzw., nimmt man die alttestamentlich-jüdischen Vorläufer hinzu, sogar noch älter, zumindest im deutschen Sprachraum wenig beachtet.

In den letzten Jahrzehnten ist das Bewusstsein gewachsen, dass eine Beschränkung der Bibelexegese auf die historisch-kritische Methode zu einseitig, für nicht wenige sogar abschreckend sein könnte. Geistliche Schriftauslegung entbehrt aber bis heute einer gründlichen wissenschaftlichen Erfassung.

Die Tagung als Auftakt eines längerfristig angelegten Projekts möchte diese Lücke füllen. Angestrebt wird eine wissen schaftliche Fundierung des Themas Geistliche Schriftauslegung an der
Schnittstelle von Bibelexegese und Kirchen-/Spiritualitätsgeschichte. Was ist überhaupt „Geistliche Schriftauslegung“? Wie verhält sie sich zu anderen Zugängen zur Heiligen Schrift?

Im Dialog der theologischen und verwandten Sektionen (Biblische, Historische, Systematische und Praktische Theologie, Religionswissenschaft) steht sodann die Vorstellung markanter Beispiele
aus verschiedenen Etappen der Geschichte spiritueller Bibel auslegung im Mittelpunkt: vom Frühjudentum (Philo von Alexandrien) und innerbiblischer Auslegung über Altertum, Mittelalter und Neuzeit bis in die Gegenwart und ihre Versuche, die Schrift geistlich zum Sprechen zu bringen (Lectio divina, Bibel-Teilen, Bibliolog).

 

AUSRICHTER:

Philosophisch-Theologische Hochschule Münster

PROJEKTTEAM:

KOOPERATIONSPARTNER:

Den Flyer zum Symposium finden Sie hier.