Klostergarten am Kapuzinerkloster

Kapuzinerstr. 27-29, 48149 Münster

Wertschätzung für alle Geschöpfe

Mit diesem Kerngedanken der franziskanischen Spiritualität wird der traditionsreiche Garten am Kapuzinerkloster in Münster seit dem Frühjahr 2017 zu einem Ort der Begegnung umgestaltet. Der 1,5 Hektar große Klostergarten mit üppigen Gemüse- und Kräuterbeeten, zahlreichen Obstbäumen, einer Wildwiese und Bolzplatz soll 2019 unterschiedliche Stationen für das Lernen und Erfahren mit allen Sinnen bieten. Für Kinder und junge Erwachsene, Engagierte im kirchlichen Bereich und Menschen in Führungspositionen werden Veranstaltungsformate entwickelt, die Impulse für einen respektvollen Lebensstil und einen nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung vermitteln. Für dieses Vorhaben hat sich unter der Leitung des Kapuzinerordens eine Kooperationsgemeinschaft verschiedener Einrichtungen gegründet.

Der NABU Landesverband NRW und NABU Stadtverband Münster werden als Kooperationspartner einen ersten Westfälischen Obstsortengarten anlegen, sich um die Tier- und Pflanzenwelt kümmern sowie Exkursionen zur heimischen Flora und Fauna anbieten. Das Institut für Theologische Zoologie (ITZ) und sein Förderverein (FITZ) entwickeln für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Programme zur Erfahrung der Schöpfung als Mit-Welt, in der wir Menschen Teil des Ganzen sind. IUNCTUS – Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster (PTH) lehrt und forscht zu Fragen nachhaltiger Entwicklung in der Balance von ökonomischen, sozialen und ökologischen Perspektiven. Die Alexianer Werkstätten Münster übernehmen die professionelle Gartenpflege.

Als gemeinsames Ziel sehen die Projektpartner den Klostergarten als eine Naturoase in der Stadt, in der das Thema Schöpfungsbewahrung zukünftig ganzheitlich, interdisziplinär und interreligiös bearbeitet werden soll.

Das zweijährige Gemeinschaftsprojekt wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert.



Obstwiesen und ihre Bedeutung für Fauna und Flora

Mehr Informationen zu natürlichen Streuobstwiesen und ihrer Bedeutung für die Artenvielfalt finden Sie unter anderem auf den Seiten des NABU – Naturschutzbund Deutschland.

Workshop im Klostergarten